DIE GEGNER

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Wer verhindert eine preiswerte Erfüllung der Wasser Gesetze

Warum ist die kommunale Abwasserbeseitigung in Deutschland „ineffektiv“ und zu teuer?  Laut Gutachten der Weltbank 1994

Die Problematik der Ständig steigenden Abwasserkosten hat mich bereits vor 20 Jahren als Gemeinderat und Landschaftsarchitekt bewogen, nach naturnahen und deshalb preiswerten  alternativ Lösungen zur Abwasserreinigung zu suchen.

Die Gemeinde Ködnitz musste auf Drängen der Ämter für 14 Mill. DM einen ca. 14 km langen Sammelkanal mit  5 Pumpwerken erstellen um das Pinkelwasser von 4 Bauerndörfer ( insgesammt ca 900 EW ) in unsere Kreisstadt zu pumpen. Die restlichen 16 Ortsteile unserer Gemeinde versickern das Abwasser unkontrolliert  wie vor 50 Jahren, weil die Gemeinde kein Geld hat. Bereits nach 5 Jahren führten Risse in den Rohren zu einem Fremdwasseranteil von ca. 700 % . Eine Reparatur erfolgt nicht weil die Gemeinde kein Geld hat.

Der Bayerische Landtag hat auf Drängen von mir und vieler Bürgergruppen, bereits vor

Ungeachtet aller Gesetzesänderungen und Landtagsbeschlüsse erfolgte jedoch keine Umsetzung durch die Wasserbehörden.

Die mit 2000 Arbeitskräften größte Baufirma Oberfrankens Firma Dechant / Weismain hat vor Jahren die Ursache der Änderungsverhinderung skizziert. – Abwasser könnte durch eine Art „Aquariumfilter“ wie z.B. meine „Hugel Schilfkläranlagen“ ganz einfach und preiswert gereinigt werden. Das Problem der preiswerten Abwasserentsorgung ist, - dass zu wenig daran zu verdienen ist. – siehe Anlagen –

Auf einer CSU Wahlversammlung prahlte Herr Dechant – wie gewinnbringend die Einflussnahme auf Politiker sei.

 

Wer zahlt schafft an  - wer die Weichen stellt bestimmt wohin der Zug fährt oder ob ein Zug überhaupt abfährt.

Je konservativer der Bürger ist, desto leichter läßt er sich bevormunden.

10.000 DM Wahlkampf bzw. Spende  reichen aus, um z.B. einen Amateurboxer zum Bürgermeister von Weismain zu machen. Dieser erhält dann mit A 16 das höchste  vergleichbare Gehalt von Oberfranken. Die Stadt baut mit 75 Mill. DM für 5000 EW eine der teuersten Abwasseranlagen Oberfrankens. ( Gleichwertige Alternativlösungen für die „erschlossenen“ 10 Bauerndörfer durch Schilfkläranlagen oder evt. auch Belüftungsanlagen würden nur ca. 1 Mill. DM Umsatz bringen). – Aber bei 50 % EG Zuschuß, 25 % Staatszuschuß sind preiswerte Kläranlagen „verschenktes Geld“.

Die Taktik des Protektionismus funktionier auf jeder Ebene.

50.000 DM reichen in der Demokratie aus um z.B. einen Wunschkandidaten der Baulobby vom Jungen Union Vorsitzenden  zum Umweltminister zu machen – und hierdurch alle gewünschten – demokratischen Neuerungen zu bremsen.

Chef Dechant war betrunken und wollte mich vermutlich nur ärgern – aber die Aussage ist irgendwo stimmig. – siehe Presseberichte –

Vertreter der Vereinten Nationen  / Weltbank – haben von 10 Jahren festgestellt, dass wir Deutschen „Demokratie unerfahren“ sind. Die deutsche Abwassertechnologie sei zudem ineffizient und zu teuer, mit Anzeichen von Günstlingswirtschaft.

Die neue PISA – Studie belegt eindeutig, dass wir Deutsche mit hohem Aufwand bereits in unseren Schulen unseren Kindern den gesunden Menschenverstand verbiegen.

Landesweit haben wir als Folge der Einflussnahme unserer Abwasserverbände die gleichen Missstände einer nachweisbar überteuerten Abwasserentsorgung. Landesweit beginnt deshalb ein demokratisches Erwachen und ein zunehmender Bürgerprotest gegen eine zunehmende „Bananenrepublick“. Demokratie musste auch in „reifen Staaten“ wie USA  erst langsam wachsen.

Je früher wir Bürger uns wehren und z. B. durch Bürgervereine unser demokratisches Grundrecht auf eine „sparsame Haushaltführung“ von unseren Bürgermeistern einfordern, - je früher wir durch echte Kontrollen den Amtsmissbrauch verhindern – desto weniger gesellschaftlicher Explosivdruck entsteht - desto liebenswerter können wir unseren Lebensraum gestalten. Irgendwann sollten wir bedenken, dass die Amerikaner sicherlich einen Grund dafür hatten, dass Führungspositionen in  demokratischen Ämtern grundsätzlich nach 2 Amtsperioden ausgewechselt werden müssen.


Letzte Aktualisierung: 27.01.02

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