FUNKTIONSWEISE KLÄRANLAGEN

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Wie funktionieren Kläranlagen, wie können Kläranlagen verbessert werden?

Jeder zahlt Abwassergebühren und schimpft, dass sich die Abwasserkosten  innerhalb der letzten 10 Jahre ver3facht haben. Ursache  hierfür ist, dass nur ganz wenige Bürger, -  so wie Sie, fragen – wie funktioniert eine Kläranlage – wofür muß man Geld ausgeben – wie kann man Kosten sparen?

Wenn Sie den roten Faden aufnehmen, werden Sie erkennen , dass es ein Wirkungsgefüge, ein Ökosystem „Abwasserbeseitigung“ gibt.

Wasser ist, gemäß unserer Verfassung, ein kostenfreies Naturprodukt, welches von uns Bürgern ebenso wie Luft und Sonnenenergie im Prinzip kostenfrei genutzt werden kann.

Wasser ist ein Mehrwegprodukt der natürlichen  Kreislaufwirtschaft.

Wasser ist kein Wegwerfartikel zur kommunalen Abwasserbeseitigung nach einmaliger Toilettenbenutzung.

Nicht Wasser ist Abfall, sondern die abgespülten Inhaltstoffe. Wasser unterliegt deshalb auch  nicht dem Abfallgesetz.

 

Im Wirkungsgefüge der natürlichen  Kreislaufwirtschaft gibt es Bakterien – welche davon leben „Pinkelwasser“  zu reinigen. Pflanzen, welche den Dünger aus dem Boden aufnehmen, wandeln diesen mit Hilfe von Luft und Sonnenenergie in Biomasse um, z.B. Holz, Gras, Zucker Fett, Eiweiß, Alkohol usw.

Pflanzen sind Nahrung für Pflanzenfresser =  Konsumenten, welche durch „Pinkelwasser“ wieder für neues Wachstum sorgen.

Die in jeder Biomasse gespeicherte Sonnenenergie wird in einer Nahrungskette abgebaut. Jeder Energiegewinn verursacht  Stoffwechselprodukte, welche Restenergie enthalten. Diese Restenergie der Stoffwechselprodukte ermöglicht die Rückführung der Einzelbestandteile.

Die Kohlenstoffverbindungen der Biomasse  bewirken  erneutes Pflanzenwachstum und erneute Bodenfruchtbarkeit.

Durch technische Hilfsmittel hat der Mensch in diesen kostenfreien Kreislaufmechanismus der Natur eingegriffen. Je nach Stärke des technischen Eingriffes in die natürliche Selbstreinigungskraft ist anschließend eine technische Entlastung zu schaffen  um wieder ein Gleichgewicht zu erzeugen. Zweck einer technischen Kläranlage ist es,  ein „Nahrungsüberangebot“ ein ersticken unserer  Flüsse zu vermeiden.

Der erforderliche technische Aufwand richtet sich  nach der Erfordernis durch gesetzliche Vorgaben.

 

In jedem geordnetem Staatsgefüge gibt es Verordnungen, welche für ein ausgewogenes Gleichgewicht aller Belange sorgen sollen.

Die EG Richtlinie 91 / 271/ EWG bestimmt, dass für die Abwasserentsorgung von Kleinsiedlungen bis 2000  EW  die herkömmliche 3kammer Grube völlig ausreichend wäre und in allen Mitgliedsländern der EG bis zum Jahr 2030 nachzurüsten ist.

Der Neubau von Kanälen sollte möglichst vermieden werden, wenn eine Ortschaft nicht größer wie 2000 EW ist und der Überlauf der 3kammer Gruben versickert werden kann.

Durch geeignete „Mülltrennung“ in den 3kammer Gruben soll erreicht werden, die im Wasser abgespülten Energiebestandteile  sinnvoll zu verwerten  ( Biogas). Der Wertstoff Wasser sollte in wasserkargen Gebieten durch eine Schilfkläranlage (bewachsener Bodenfilter)  für erneute Nutzung zurückgewonnen werden. z.B. Toilettenspülung.

 

In jedem Wirtschaftsgefüge gibt es neben dem Bürger als Erzeuger von Wirtschaftskraft und „Zahlmeister“ auch Interessensvertreter, welche möglichst hoch bezahlt werden möchten.

Durch politische Einflussnahme, z.B. der Abwasserlobby, wird  erreicht, dass im Abwasserbereich völlig überzogene und überteuerte Amtslösungen als technischer Standart gefordert werden. Nicht nach dem Maßstab einer tatsächlichen oder gesetzlichen Erfordernis für den Gewässerschutz – sondern nach dem Maßstab einer wirtschaftlichen Zumutbarkeit für den Bürger. Politisches Ziel ist es offensichtlich, auf  Biegen oder Brechen das Steueraufkommen ,  „Bruttosozialprodukt“  zu Lasten der Bürger zu erhöhen.

Ökologisches Gesetz ist es, dass bei fehlender Kontrolle jeder Dienstleister zum „Parasiten“.

wird. Eine unendliche Steigerung  von Wachstum ist in einer Kreislaufwirtschaft  nicht zu erzielen. Jedes Wachstum ist irgendwann begrenzt und dient dann dem Energiegewinn des Destruenten oder sog. Kriegsgewinnlern. Unser aller Anliegen muß es sein, dieser Fehlentwicklung möglichst entgegen zu steuern.

 

Das Abwasserproblem für unsere Bürgergemeinschaft  wäre im Prinzip mit geringem technischen Aufwand zu lösen. Es liegt jetzt an Ihnen, als Bürger daran,  die innere Hemmschwelle zu überwinden und zu fordern, dass verabschiedete 1 stimmige  Landtagsbeschlüsse von Jahr  1984, 1986, 1996 und  2001 zur Kostensenkung einer kommunalen Abwasserentsorgung beachtet werden.

1. Vorhandene Hauskläranlagen – 3kammer Gruben können preiswert verbessert  bzw. ertüchtigt werden. Kostenaufwendige Schmutzwasser Kanalneubaumaßnahmen können dann entfallen.
2. Die Wasser Gesetze werden auch erfüllt, wenn für Häusergruppen bzw. am Ende eines bisher vorhandenen Abwasser- bzw. Ortskanales das Überlaufwasser der vorhandenen 3kammer Gruben durch eine preiswerte Schilfkläranlage ertüchtigt wird.  – Modell Hohenhäusling – Verfahren Hugel
Grauwasser aus 3kammer Gruben ist „Aschewasser“. Diese Asche sind Mineralien und naß oxydierte Biomasse – Kompost aus den Gruben und dichten – kitten Risse in Beton zuverlässig ab. Sowohl Gruben als auch Ortskanäle werden ausreichend abgedichtet.
Abwassergruben vergären Kompost in Luft und Asche. 3kammer Gruben müssten deshalb nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht geleert werden, wenn der Überlauf einer Schilfkläranlage zugeführt und dort gefiltert = gereinigt wird.
3. Durch einfachen technischen Wartungsaufwand können z.B. vorhandene Teichkläranlagen  wieder in Stand gesetzt werden. Durch Umwandlung in eine Schilfkläranlage kann auf kleinerer Fläche ein höherer Wirkungsgrad erreicht werden. Hierdurch können Abwasserabgaben eingespart werden.
4. Durch Austausch der technischen Belüftungsanlage, der Kompressoren, durch Schilfpflanzen, können hohe Energie- und Verschleißkosten durch kostenfreie Sonnenenergie  ersetzt werden.
5. Durch Organisation  und demokratischen Bürgerprotest gegen eine Übervorteilung durch die Abwasserlobby können Sie als Bürger wieder für ein ausgewogenes, ökologisches Gleichgewicht im wirtschaftlichen Wirkungsgefüge sorgen. Die Ihrer Ortschaft erhaltene Kaufkraft kann dann sinnvoll in Ortsverschönerung, Kultur und Geselligkeit  investiert werden. Lebenswerte Dörfer bewirken zudem Tourismusförderung  und stärken die Wirtschaftskraft unserer Gemeinden.

 


Letzte Aktualisierung: 24.01.02

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